VORGESTELLT ABER SELBST NOCH NICHT GELESEN: METROLIT, HERBST 2014

Noch kamen wir nicht dazu, all die Bücher zu lesen, die gerade um uns herum erscheinen. Trotzdem wollen wir Euch in den nächsten Tagen einige vorstellen, von denen wir denken, sie sind gut, interessant und es wert, dass wir sie alle lesen. Wir verlassen uns dabei ganz auf unseren Instinkt und die Verlagsprosa. Heute: Metrolit

 

 

Simone Lappert
Wurfschatten

Das vielversprechende Roman-Debüt einer mehrfach ausgezeichneten Autorin

Ada ist jung, gerade mal 25 Jahre alt, aber sie hat nicht mehr lange zu leben, davon ist sie fest überzeugt. Nicht nur in ihren Träumen stirbt sie jede Nacht aufs Neue, auch tagsüber beherrscht sie diese Todesangst. Das führt dazu, dass sie immer seltener ihre Wohnung verlässt und sich zunehmend isoliert – Freundschaften zerbrechen, ihre Karriere als Schauspielerin ist gefährdet. Um die Angst zu bändigen, unterhält sie ein Therapiezimmer. Dort bewahrt sie alle ihre Ängste auf: von A wie Atomtod bis Z wie Zyste.

Diese fragile Konstruktion gerät ins Wanken, als ihr Vermieter, der schon seit Monaten auf sein Geld warten muss, sie nicht wie angedroht vor die Tür wirft, sondern ihr stattdessen einen Mitbewohner in die Wohnung setzt: Juri, seinen Enkel, der in die Stadt gekommen ist, um die Goldschmiedewerkstatt seines verstorbenen Vaters fortzuführen. Zunächst ist Ada entsetzt; ein Fremder, der nicht nur eigene Spuren hinterlässt, sondern jeden ihrer Schritte beobachten kann. Doch mit der Zeit nähern die beiden sich an. Zaghaft entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die womöglich geeignet ist, die Angst zu zügeln und Ada ins Leben zurückzuführen.

 

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Thomas Böhm (Hrsg.)
Next Level
Das ideale Computerspiel

Ein facettenreiches Grundlagenwerk zum Thema »Computerspiel und Literatur«.

Literatur trifft auf digitale Spielkultur

Daniel Kehlmann, Wladimir Kaminer, Saša Stanišić, Aboud Saeed, Carlos Labbé, Andri Andri Snær Magnason, Jaroslav Rudiš, Georg Klein, Ann Cotten oder Monika Rinck: Das sind nur einige Namen der an diesem außergewöhnlichen Projekt beteiligten Autorinnen und Autoren. Initiiert von Thomas Böhm (Internationales Literaturfestival Berlin) und gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, schreiben sie Entwürfe für Computerspiele – ohne Rücksicht darauf, ob diese Spiele heute technisch realisierbar sind oder nicht. So entstehen einerseits literarische Computerspiele als erhellende Herausforderung für die Computerspiel-Welt, andererseits treten sie ein in einen Dialog mit führenden Wissenschaftlern und Programmierern und gehen den Fragen nach: Wie entstehen Computerspiele? Wie sehr ähneln oder unterscheiden sich beispielsweise die erzählerischen Mittel oder Plot und Dramaturgie bei der Stoffentwicklung von erfolgreichen Romanen und Computerspielen? Lassen sich komplexe literarische Inhalte in ein Spiel überführen, oder ist dies vor allem Genrestoffen vorbehalten?

 

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Kitty Kahane, Alexander Lahl, Max Mönch
Treibsand

Eine Graphic Novel aus den letzten Tagen der DDR

Das Buch zum 25. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 2014
New York, Spätsommer 1989. Tom Sandman ist gerade aus China zurückgekehrt, wo er auf dem Platz des himmlischen Friedens Zeuge eines Massakers wurde. Kaum nach New York zurückgekehrt, bittet ihn sein Chef Raymond Burnes, die Sachen wieder zu packen, um als Korrespondent über die DDR zu berichten. Tom zögert zuerst, nimmt das Angebot dann aber doch an und berichtet in der Folge über die wichtigsten Ereignisse des Herbstes 1989 und über den 9. November.

Gleich zu Beginn seines Aufenthaltes in Berlin verliebt Tom sich in Ingrid. Die Ex-Leistungsschwimmerin und Europameisterin verrät ihm, dass sie in der DDR im Frauengefängnis Hoheneck einsaß, weil jemand ihren Plan verraten hat, über die Ostsee in den Westen zu schwimmen. Ingrid glaubt, dass ihre Freundin Barbara sie denunziert hat. Doch Tom findet im Verlauf seiner Recherchen den wahren Täter.

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