Literaturpreise sind eigenartig

Für die Jury; denn sie kann sicher sein, dass, egal wen sie nominiert, jede Menge Leute den Kopf schütteln und Kungeleien wittern

Für die nominierten Autoren; denn inzwischen scheinen sie der einzige Garant für die Aufmerksamkeit des Feuilletons zu sein

Für das Feuilleton; denn man kann es sich sparen noch andere Titel zu besprechen, die bekommt man in der Redaktionssitzung eh nicht durch

Für die Leser; denn sie können sich einerseits furchtbar aufregend, dass der und nicht die auf der Liste steht. Oder, sie können es sich sparen, selbst auszuwählen, denn wer gelistet ist, den lesen dann meist auch alle

Ab 16:00 Uhr wird heute der Preis der Leipziger Buchmesse vergeben. Einen Live-Stream wird es auch geben. Wir kommentieren bei Twitter.


Die Jury

Hubert Winkels

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Dr. Hubert Winkels wurde 1955 in Gohr/Dormagen geboren, lebt in Köln und Berlin. Nach Studium der Germanistik und Philosophie Arbeit als Zeitschriftenredakteur und als freier Schriftsteller. Seit 1988 Literaturkritiker für die ZEIT und seit 1997 Literaturredakteur des Deutschlandfunks in Köln. Er lehrte im amerikanischen St. Louis, in Tokio, Göttingen, Essen und Bochum.
Winkels ist zudem Mitglied in mehreren Fachjurys, u.a. beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt, beim Wilhelm-Raabe-Literaturpreis und in der Jury des Düsseldorfer Literaturpreises.

René Aguigah

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geboren 1974 in Würzburg, studierte Geschichte, Philosophie und Journalistik in Bochum und Dortmund. Er schrieb Rezensionen und Essays für die Feuilletons von „taz“, „Frankfurter Rundschau“ und „FAZ“ und für verschiedene Kulturzeitschriften. 2002 wurde er Redakteur und Moderator bei WDR 3, u.a. für die Sendung „Gutenbergs Welt“. Danach arbeitete er fünf Jahre lang in der Redaktion der Monatszeitschrift „Literaturen“. Seit 2010 ist er wieder beim Hörfunk, als Redakteur für Sachbücher bei Deutschlandradio Kultur, wo er auch die Abteilung „Kultur und Gesellschaft“ leitet. Er lebt in Berlin.

Dirk Knipphals

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1963 in Kiel geboren, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Kiel und Hamburg. Seit 1991 Arbeit als Journalist, seit 1994 festangestellt. Seit 1999 ist er Literaturredakteur der taz und lebt in Berlin. Er schreibt Essays unter anderem für den Merkur und die Neue Rundschau, spricht Literaturkritiken für Deutschlandfunk und Deutschlandradio und moderiert Lesungen sowie Diskussionsveranstaltungen. 2012 Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises. 2013 Gastdozent für Literaturkritik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Sandra Kegel

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Geboren am 1970 in Frankfurt am Main, studierte Sandra Kegel in Wien, Aix-en-Provence und Frankfurt deutsche und französische Literatur sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Nach dem Magister arbeitete sie frei für den Rundfunk und verschiedene Zeitungen, bis sie schließlich eine Hospitanz ins Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung führte. Dort arbeitet sie seit 1999 als Redakteurin, seit 2008 im Ressort Literatur und Literarisches Leben. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und wurde ausgezeichnet mit dem Ravensburger Medienpreis. Zuletzt veröffentlichte sie als Herausgeberin „Paris. Ein Reiselesebuch“. Sie lebt in Frankfurt.

Ursula März

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wurde 1957 in Herzogenaurach geboren und lebt seit langem in Berlin. Nach dem Studium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und ist seitdem als Journalistin und Autorin tätig. Seit 2006 ist sie feste Autorin der ZEIT, schreibt für diese Kritiken, Kolumnen und Reportagen. Sie war in verschiedenen Jurys tätig, unter anderem der des Bachmannpreis-Wettbewerbs, wurde mit dem Klagenfurter Preis für Essayistik und dem Berliner Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Sie ist Mitautorin des Bandes „Leidenschaften. 99 Autorinnen der Weltliteratur“.

Lothar Müller

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geboren 1954 in Dortmund. Studium der Germanistik und Geschichte in Marburg an der Lahn. Promotion mit der Arbeit „Die kranke Seele und das Licht der Erkenntnis. Karl Philipp Moritz‘ “Anton Reiser“ (1987). Bis 1989 Moderator des Kulturmagazins „Texte und Zeichen“ im NDR Hannover, von 1989 bis 1994 Dozent am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der FU Berlin. Von 1997 bis 2001 Redakteur im Literaturblatt der FAZ, seit 2001 im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung mit Sitz in Berlin. Seit 2010 Honorarprofessor an der Humboldt Universität zu Berlin.

Daniela Strigl

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geboren 1964 in Wien, Germanistin, Essayistin und Literaturkritikerin. 2005 Scholar in Residence an der State University of New Jersey, Rutgers. Seit 2007 am Institut für Germanistik der Universität Wien. 2001 Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik, Max-Kade-Essaypreis 2007. 2003 bis 2008 und wieder seit 2011 Mitglied der Jury des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. 2009 Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises. Schwerpunkt: österreichische Literatur, Lyrik.

Fotograf: Tobias Bohm


Die Nominiert

Belletristik

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Fabian Hischmann: „Am Ende schmeissen wir mit Gold“, Berlin Verlag
Foto: Rabea Edel

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Per Leo: „Flut und Boden: Roman einer Familie“, Klett-Cotta Verlag
Foto: Alexa Geisthövel

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Martin Mosebach: „Das Blutbuchenfest“, Carl Hanser Verlag
Foto: Peter-Andreas Hassiepen

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Katja Petrowskaja„Vielleicht Esther“, Suhrkamp Verlag
Foto: Susanne Schleyer/Suhrkamp Verlag

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Saša Stanišić: „Vor dem Fest“, Luchterhand Literaturverlag
Foto: Katja Sämann


Sachbuch/Essayistik

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Diedrich Diederichsen: „Über Pop-Musik“, Verlag Kiepenheuer&Witsch
Foto: privat

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Jürgen Kaube: „Max Weber: Ein Leben zwischen den Epochen“, Rowohlt Berlin
Foto: privat

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Helmut Lethen: „Der Schatten des Fotografen“, Rowohlt Berlin
Foto: Mimi Pötz

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Barbara Vinken: „Angezogen: Das Geheimnis der Mode“, Klett-Cotta Verlag
Foto: Kurt Rade

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Roger Willemsen: „Das Hohe Haus: Ein Jahr im Parlament“, S. Fischer Verlag
Foto: Mathias Bothor


Übersetzung

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Paul Berf: übersetzt aus dem Norwegischen von Karl Ove Knausgård: „Spielen“, Luchterhand Lieraturverlag
Foto: privat

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Robin Detje: übersetzt aus dem amerikanischen Englisch von William T. Vollmann: „Europe Central“, Suhrkamp Verlag
Foto: privat

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Ursula Gräfe: übersetzt aus dem Japanischen von Haruki Murakami: „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“, Dumont Buchverlag
Foto: privat

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Hinrich Schmidt-Henkel: übersetzt aus dem Französischen von Denis Diderot: „Jacques der Fatalist und sein Herr“, Verlag Matthes & Seitz Berlin
Foto: E. Drolshagen

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Ernest Wichner: übersetzt aus dem Rumänischen von Varujan Vosganian: „Buch des Flüsterns“, Paul Zsolnay Verlag
Foto: privat

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