Östlich von Leipzig #1.1, Presseschau #1

Alle berichten  über die vergangenen Messe im Osten Leipzigs – bis auf die Prawda.
Es war ein einziges Fest der Freude, da ist man sich einig.

„Das Buch in seiner Vielfalt steht ungebrochen bei den Lesern hoch im Kurs“, zitieren die Stuttgarter Nachrichten die Messe. Was den Lesern anderes übrig bleibt, darauf gibt die Messe im Interview keine Antwort.

Angeblich sei es am Samstag teilweise eng geworden, weiß man vom Hörensagen. Aber: „Buchmesse-Direktor Oliver Zille nahm den Ansturm jedoch gelassen: ‚Es ist ein großes psychologisches Element: Auf einer Publikumsmesse muss auch was los sein‘, sagte er.“
Da passt das Fazit des Sterns: Lesen ist wieder „in“. Das freut sicher besonders den outen Stern.

E-Books seien nicht mehr wegzudenken, staut man weiter: „Steuerten die E-Books 2011 noch ein Prozent zum Branchenumsatz bei, waren es 2012 schon zwei Prozent. Die Tendenz hier: klar steigend.“ Ja, um fast 100%.
Dann fällt der Stern auch noch auf die Propaganda der Buchmesse selbst herein: diese ließ heuer erstmals den „Indie-Autor-Preis“ vergeben – und musste am Ende selbst erstaunt feststellen:  „Von […] 100 Titeln […] waren vielleicht 2 richtig gut […] Da ist einfach auch viel Schrott dabei.“ Alle Weh und Ach half nichts, der Preis war beschlossen, also wurden 6 Leute bepreist.
Fürs kommende Jahr ist ein Indie-Leser-Preis geplant, für 2015 eine Indie-Messe, die voraussichtlich 2016 mit dem Unabhängigen-Indie-Preis auszeichnet wird.

In der FAZ sieht  in Leipzig eine Messe der Meister von morgen, eine „Lost Generation“ stürme die Hallen. Konsequent poetisch titel er: „Liebesspiel mit Zuschauern“.

Die Lost generation beim Erstürmen der Hallen, 10:30 Uhr Comic Zentrum.©tesla42.de, 2013

10:30 Uhr, Comic Zentrum. Die Lost Generation beim Erstürmen der Hallen.
©tesla42.de, 2013

Die Süddeutsche Zeitung druckt praktischerweise denselben dpa-Artikel wie die Stuttgarter Nachrichten. Nur titeln wollen sie selbst: „Schwungvoller Start ins Bücherjahr“

Das Börsenblatt schließlich setzt ganz auf die Kraft der „schönsten Bilder“ und „als besonderes Bonbon: Ein Panoramabild von der Leseinsel Junge Verlage. Achtung: interaktiv nur über den Link.“

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